Ein Schmied kehrt heim

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Shazad
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Ein Schmied kehrt heim

Beitrag von Shazad » So 18. Aug 2019, 12:52

Vollstreckerin Parih, Königin Lucretia und Graf Shazad bestiegen ein Schiff in Valencia und segelten nach Osten in ferne Länder. Die Fahrt ging durch den östlichen Fluss Carthagos. Shazad warf einen letzten Blick auf die Festung die auf dem Berg in Carthago thronte, die Bewohner die Ihnen bei ihrer Durchfahrt durch das Reich winkten. Tränen in den Augen das ihre Königin sie verließ.
Shazad lehnte an der Reling, zu müde von den ganzen Strapazen der letzten Monde um zu winken. Für Ihn würde eine weitere Reise beginnen. Ob er je zurückkehrte stand offen.
Das Schiff segelte an der Bucht der Rümpfe vorbei, vorbei an dem südlichen Obelisken und schließlich zwischen den Inseln hindurch aufs offene Meer. Hinter sich die Reiche lassend.
Nach einigen Tagen auf See erreichten sie einen Hafen. Während das Schiff anlegte nahm Shazad, Königin Lucretia zur Seite, sah die Frau die er ehren und lieben gelernt hatte in die Augen. Dann kniete er ein letztes Mal vor seiner Königin: "Hoheit ich werde euch nicht weiter begleiten können. Mein Herz führt mich heimwärts nach Turan. Ich habe viel neues Wissen als Schmied angehäuft. Ich muss an die Esse meines Vaters zurück und ihm zeigen was aus mir geworden ist."
Königin Lucretia musterte Shazad, ihre Hand und treuer Berater der letzten Monde und verschränkte die Arme. Shazad fuhr fort: "Solltet ihr mich brauchen werde ich in Marakandabar sein, eine Großstadt in Turan. Sucht dort nach mir und ich kehre an eure Seite zurück, aber vorerst trennen sich unsere Wege Hoheit."
Königin Lucretia musterte ihn erneut: "Tut das Shazad", sagte sie liebevoll, kühl und direkt. "Ich werde euch rufen lassen wenn die Stunde da ist." Mit diesen Worten stiegen Parih und sie vom Schiff, ein anderes Schiff für die Weiterfahrt suchend. Shazad wartete eine Weile und ging dann ebenfalls von Bord. Er suchte ein weiteres Schiff und trat seine Reise nach Turan an.
"Nach zwei Wochen weiterer Reise auf See ging es per Land durch Turan nach Marakandabar. Die vollen Straßen der Stadt kannte er aus seiner Kindheit. Diesmal durchquerte er nicht in Leinen die Straßen, sondern in einer prunkvollen turanischen Rüstung. Die Bürger machten ihm Platz. Sein Weg führte ihn tiefer in die Stadt, in die Nähe zum Palast, durch dessen Tor, dem vertrauten Hammerschlagen folgend. Er erreichte eine Schmiede. Sie war aus Holz und Ziegelstein gebaut wie es üblich war in der Stadt. Zwischen den Öfen und der Schmiede bewegten sich einfache Menschen hin und her. Shazad wartete im Eingang. Irgendwann kam ein Mann auf ihn zu. Musterte ihn, er war alt, bärtig und seine Augen zeigten deutlich das er wenig Schlaf gehabt hatte. Shazad schob seinen Turbanstoff zur Seite und beide Männer musterten sich. "Vater ich bin heimgekehrt." Der Mann musterte Shazad ungläubig über die silber-schwarze Rüstung die er trug. Die Klinge die er führte und den Geldbeutel den er bei sich trug. "Shazad?", fragte der Mann. Shazad nickte und nahm den Mann in die Arme: "Ich bin es Vater. Ich muss dir einiges zeigen und erzählen. Es ist viel passiert bei der Reise auf die du mich geschickt hast. Ich danke dir dafür."

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