Der letzte Tag der weißen Füchse

Antworten
Atwok
Beiträge: 2
Registriert: Do 4. Jul 2019, 19:06

Der letzte Tag der weißen Füchse

Beitrag von Atwok » Sa 31. Aug 2019, 00:20

An einem schönen sonnigen Morgen empfang Celes einen Botenfuchsen mit der Nachricht, dass Sie im Königshause
Raevgards zum Speisen und Trinken eingeladen sei. Der Bote überbrachte selbe Nachricht an Fürst Ardaric und Sharayl.
Sie bestätigten die Einladung und schickten den Fuchs zurück an die Königin.

Davina und ihr verlobter Merandis standen Hand in Hand vor dem Banner Raevgards, das vor den Toren der weißen Füchse
hing. Der Weltenbaum Yggdrasil, der auf die Flagge von Atwok dem Künstler, eingearbeitet wurde sonnte sich in den strahlen
der heißen Sonne. Andrea empfing gemeinsam mit Ran, die Beiden. Die Jungfüchsin Andrea ging gemeinsam mit Davina,
die gerade aus Ihrer Wochenlangen elfischen Trauerzeremonie zurückgekehrt war, gemeinsam in den Garten. Merandis und
Ran nickten sich an und Beide wussten, dass es nun auf die Jagd geht. Während Linah, gemeinsam mit Ihrem Gemahl Atwok
den Tisch deckte, Ran und der Hohepriester Sets auf der Jagd nach frischem Nashornfleisch war und Andrea gemeinsam
mit der Elfin in ihrem Garten frische Äpfel pflückte, zog plötzlich ein Sandsturm auf. So versammelten sich alle weißen Füchse,
gemeinsam mit Ihren Freunden vor dem Audienzgebäude. Sie blickten zueinander und Andrea hielt den frisch gepflückten
Apfel in die Luft um zu demonstrieren wie die wehenden scharfkantigen Sandkörner die tiefrote Paradisfrucht im nuh wegfräste,
während ihre Haut, wie auch die der anderen ohne Schaden blieb. Linah zuckte mit den Schultern, während Atwok zu lachen anfing.
Merandis streckte dabei die Zunge raus und tat so als würden ihm die Sandkörner schmecken. Im nächsten Moment spürte er
bereits die schallende Handfläche von Davina an seinem Hinterkopf, woraufhin alle anfingen zu lachen. Allerdings verging den
Freunden das Lachen, als sich der Sandsturm auch so langsam wieder verzog. Denn sie erblickten hinter der Wand aus Staub und
Sand dunkle Silhouetten. Als sich Atwok und Ran den Schatten näherten, bemerkten sie instinktiv die bevorstehende Gefahr und
zogen aus diesem Grund auch ihre Waffen.

Je mehr der Sturm davonzog, umso mehr dunkle Gestalten tauchten aus dem sandigen Nebel hervor. Aus 5 wurden 10… dann
plötzlich dutzende dann mehrere 100… unzählige. Tausende Darfari blickten mit gezogenen Waffen und triefenden Mäulern auf
die 4 weißen Füchse. Merandis flüsterte Davina etwas ins Ohr und Sie zog ebenfalls schon mal Ihre Waffe und nahm eine
verwunderliche Flüssigkeit zu sich, woraufhin Ihre Augen Blutrot anliefen als wären ihr alle Ihre Adern geplatzt. Ran und Atwok
liefen ein paar Schritte zurück. Königin Linah tippte auf die Schulter ihres Mannes. Dieser drehte sich leicht erschrocken um.
Die unschuldig wirkende zierliche Linah sprang in seine Arme und gab ihm den wahrscheinlich letzten Kuss. Trommeln übertönten
jegliche anderen Geräusche. Die Köpfe der wachen rollten vor die Füße des Clans. Hohepriester Merandis grinste als würde er sich
schon auf das bevorstehende freuen, blickte zu seinem besten Freund Atwok rüber und nickte ihm zu, als würde er versuchen
mit dieser Geste ihm erneut Mut einzuhauchen. Die sechs machten sich für den größten Kampf ihres Lebens bereit. Andrea, zog
einen Trinkbeutel abgefüllt mit dem besten Met aus der Taverne Valencias, nahm einen kräftigen schluck und reichte es ein Mal
rum. Selbst Ran, die in Wahrheit nur gehobenen Wein trank nahm einen so großen schluck und brachte einen noch größeren
stinkenden laut von sich. Andre hob Ihr Zweihandschwert mit nur einer Hand und brüllte! Brüllte so laut, dass ihre Stimme
schon brach aber dennoch furchteinflößend klang. Die beiden Clans lachten drauf los, hoben die Waffen und der Kampf begann.

Schreiend und mit primitiven Schwertern und Keulen aus Knochen, liefen die Darfari wie eine rot schwarze Fleischwand auf
die deutlich in der unterzahl liegende Truppe zu. Womit die Darfari aber nicht gerechnet haben waren die schnell gleitende
Schwerthiebe Rans. Es schien als würde sie durch die Massen durchtanzen und die erklingenden Schmerzensschreie wie Musik
nutzen um ihren tödlichen Rhythmus zu halten. Köpfe und Arme flogen sauber abgeschnitten durch die Luft, während Andrea
in gewisser Hinsicht nicht nur einzelne Gliedmaßen, sondern gleich den ganzen Körper diagonal, vertikal und horizontal
durchtrennte. Linah und Atwok kämpften Rücken an Rücken mit ihren Äxten. Aus zig Darfarikehlen sprühte so viel Blut, dass der
gesamte sandige Boden darin getränkt wurde. Als Atwok einen Darfari hinter seinem Rücken übersah sprang Ran plötzlich dazwischen
und stach dem hinterlistigen Angreifer mit einem direkt Angriff durch das Auge durch, sodass die Klinge aus dem Hinterkopf des
Yoganbeters wieder herausschaute. Allerdings fiel Ran unmittelbar danach zu Boden. Das tief in ihrer Brust steckende Knochenschwert
Zwang sie auf die Knie. Mit ihren letzten Worten flehte sie Linah an zu fliehen, zog das Schwert wieder aus ihrer Brust und zerbrach
es mit bloßen Händen in zwei. "Dieser Amateur hatte nur Glück", sagte sie mit ihrem letzten Atemzug und erhobenem Hauptes.
Davina kletterte in der Zeit leichtfüßig wie sie ist auf eine erhöhte Stelle des Gebäudes, während hinter ihr plötzlich ein knall ertönte.
Von der Wucht und dem Druck der Explosion einer Sprengvase angetrieben, flog sie mit ihrem Speer voraus und spießte Zwei der
Feinde auf. So schnell wie sie zustach, so schnell zog sie ihre Waffe aber auch wieder aus den Gegner heraus und schlitze weitere
Gegner mühelos auf. Von Rans tot in Rage geraten und voller Wut zog Atwok seine Zweitwaffe, den Weltenbrecher. Wild wie ein Berserker
wirbelte er seinen Hammer um sich und zersprengte unmengen von Schädeln. Nachdem er den verheerenden Schwung abbremste,
holte er direkt wieder aus während ein brüllender Krieger auf ihn zu rannte. Mit dem Zweihandhammer schlug er diesem so brachial
in den Magen, dass die Wirbelsäule ihm aus dem Rücken sprang und der Darfari wie ein Stück Papyrus zusammenknickte. Merandis
werte einige Pfeile mit seinem Schild ab, und näherte sich immer schneller den Bogenschützen. Er musste seine uralten Instinkte
und Fähigkeiten seines Assasinen Daseins wieder abrufen, weichte weiteren feilen aus und präzise, gerade und äußerst tödliche
Stiche in die Hälse der Darfari. Im Alleingang schaltete er einige Darfari Bogenschützen aus. Mit Blutüberstömt blickte er hoch
zu seinem Falken Selrin. Der Treue Vogel beobachtete die Lage von oben und pickte im Sturzflug mit seinen scharfen krallen einige
Feinden die augen aus. Linah setzte sich zur gleichen Zeit gegen mehrere Kämpfer und Yog Priestern durch. Der Priester verlor durch
die giftigen schnitte ihrer Axt die Besinnung und griff wie ein irrer seine eigenen Leute an. Nachdem diese ihn stoppen konnten
verloren aber auch diese ebenfalls umgehend ihre Leben. Die Königin köpfte zwei, drei, vier von ihnen mit einigen Drehungen. Plötzlich
hörte sie ein leises aber dennoch sehr hohes, beißendes zischen. Als sie mit der Hand Richtung Hals fuhr bemerkte sie einen Pfeil in
ihrem Hals… Blut quoll ihr aus dem Mund heraus und gleichzeitig atme sie dies auch wieder ein. Kurz vor dem erstickungstod spaltete
sie noch einen unglaublich hässlichen Darfarischädel, dessen augen in beide Richtungen gleichzeitig abdriffteten und ihre Farbe verloren.
Bevor jedoch ein anderer Kämpfer über sie herfallen konnte rammte Andrea ihr Doppelschwert im dessen Magen und schleuderte ihn
zur Seite. Linah versuchte ihr noch blutspuckend und gurgelnd mitzuteilen, dass sie zu Celes soll…: “ die Krone… Celes… ist Würdig….
Gib… sie ihr….Frieden... für Raevgard...
von der Ferne beobachtete Atwok das Geschehen. Merandis und Davina hielten Atwok fest.

Zunächst Starr und Kreidebleich schrie er auf, riss sich aus ihren Griffen und schlug sich durch die Masse durch bis er seine Geliebte in den
Armen halten konnte. Seinen Weltenbrecher drückte er Andrea in die Hand und befahl ihr sofort zu fliehen: "Gebe diesen Hammer
Fürst Ardaric… Renn und Rette wenigstens dein Leben! SOFORT!" Andrea rannte los und sah nur noch im Augenwinkel wie Atwok Linah trauernd
in den Armen hielt, während die Darfari auch über ihn herfielen. Davina und Merandis packte der Gedanke, die Überreste des Königlichen
Paares aus den gierigen Mäulern der Yoganbeter zu ziehen während weitere Bogenschützen anrückten. Wie in vergessenen Zeiten, in der Kriege
ohne jegliche Art von Reue geführt wurden, flogen hunderte Pfeile in Richtung der Verlobten. Von allen Seiten wurden sie getroffen. Die
anderen Darfarikrieger schauten hungrig auf die beiden während sich das verlobte Paar trotz der schmerzen anlächelte und arm in arm den
blutungen erlag. Nicht weit von alle dem eilten Celes, Ardaric und Sharayl mit gezogenen Waffen auf die Masse zu. Andrea stoppte sie jedoch
und rief, dass sie verschwinden sollen. Doch in diesem Moment wurde auch sie von einem Pfeil getroffen. Ein brennender Schmerz zog hoch
und bestäubte ihre Beine. Fürst Ardaric konnte sie noch auffangen bevor sie in Ohnmacht fiel. Zwei Tage und Monde später wachte Andrea im
Bett von Celes wieder auf. Hohes Fieber plagte sie und sie merkte schnell, dass sie Bewegungsunfähig war. Sie wünschte, dass Celes schnellstmöglich
Ardaric und Sharayl dazuholt, da ihr bewusst war, dass sie auch nicht mehr lange zu leben hat.

Als alle dann eintrafen, übergab sie ihnen die Botschaft, dass ab dem heutigen Tage an Celes die neue Königin Raevgards sein soll und das
Land mit aller Kraft und Güte regieren solle. Dies war Linahs letzter Wunsch. Andrea schlief sofort wieder ein, doch wachte auch sie nie wieder auf.

Antworten